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Die Verschwiegene Bibliothek
Herausgegeben von Ines Geipel und Joachem Walther

Salli Sallmann

Der Autor steht für Lesungen zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an: presse@buechergilde.de

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Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls
Die Verschwiegene Bibliothek, Band 10

Salli Sallmann
Badetag

Mit einem Nachwort von Ines Geipel
Gebunden mit Schutzumschlag
240 Seiten
€ 17,90 / SFR 27,90 *
ISBN 978-3-940111-56-2

"Warum hast du nur Badetag gesungen? Jetzt heißt es, der Chansonclub Leipzig verbreitet feindlich-negative Texte“, wird Salli Sallmann nach einem seiner Auftritte vorgeworfen. Das ist der Anfang vom Ende des Liedermachers in der DDR. Tatsächlich geht es in dem Lied nur um eine zu enge Küche und um Liebe in der Badewanne. Salli Sallmanns autobiografische Berichte, Balladen und Gedichte zeigen authentischen DDR-Alltag, erzählen vom Eigensinn in einem repressiven System und von den möglichen Folgen.

Die Lyrik und die Liedtexte entstanden bis zu Sallmanns Ausbürgerung 1977. Ein Teil fand sich in den Archiven der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, ein anderer Teil wurde vom Autor in der Haft auswendig gelernt und nach der Entlassung notiert. Salli Sallmann liefert mit Badetag ein zeitgeschichtliches Dokument von besonderer Relevanz und Eindringlichkeit.

Salli Sallmann, 1953 in Chemnitz geboren, wurde 1971 zum Studium an der Leipziger Fachschule für Ingenieurökonomie zugelassen. In dieser Zeit begann er zu schreiben. Schon bald wurde ihm die Auftrittserlaubnis als Lyriker und Sänger entzogen, 1974 wurde er wegen "konterrevolutionärer Aktivitäten“ exmatrikuliert. Als er seinen Wehrdienst ableistete, wurde er von der Staatssicherheit verhaftet und nach Westberlin abgeschoben. Dort holte er das Abitur nach und studierte u.a. Germanistik. Sallmann arbeitet seit 1992 als Redakteur für Literatur beim Rundfunk Berlin-Brandenburg und ist als freier Autor und Musiker tätig.

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Sylvia Kabus

Die Autorin steht für Lesungen zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an: presse@buechergilde.de

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Die Verschwiegene Bibliothek, Band 9
Sylvia Kabus
Weißer als Schnee
Mit einem Nachwort von Ines Geipel
Gebunden mit Schutzumschlag
254 Seiten
€ 19,90 / SFR 30,50 *
ISBN 978-3-940111-49-4

"Vibrierend; zart und kraftvoll ist ihre Sprache in diesem Roman … Hier gibt es eine Erzählerin mit markantem Ton zu entdecken."
Ralph Gambihler, Freie Presse

Sylvia Kabus legte 1988 dem Aufbau Verlag das Manuskript Weißer als Schnee vor. Die Lektorin lehnte es in einem Tribunal ab, das Sylvia Kabus so beschrieb: "Warum die Figur so dünnhäutig sei, fragte sie. Fünfzehn von zwanzig Leuten oder mehr arbeiten doch so, in unbefriedigenden Berufen, ohne krank zu werden. Viele leben doch ihr Leben außerhalb der Arbeit, sagte sie, die Genossin. Und wie da von alten Menschen, von einer alten Genossin gesprochen wird, die abgeschoben wird, als Pflegefall nicht zumutbar im Krankenhaus. So kann man eine Genossin doch nicht darstellen, sagte sie. Das Graue, Erloschene stellte sie mir in Rechnung. Ich weiß, es ist verletzend, aber ich sage es trotzdem ... begann sie ihre Sätze. Auch, dass ich nie eine Zukunft als Schreibende haben würde. Sie wusste, dass hier etwas verletzt wurde, das hätte ermutigt werden müssen ... Ihr Körper sagte es. Es versperrte mir die Weiterarbeit, das Wachsen und Sein mit dem Buch. Ich saß hinterher im Zug und schrieb ihre vorgestoßenen, von erregtem Schweigen unterbrochenen Bemerkungen in ein Exemplar des Filmspiegels, auf den Rücken von Grace Kelly.“ Zur Veröffentlichung ihres Romans in der Verschwiegenen Bibliothek sagt Sylvia Kabus: "Der Text ist die Geschichte eines reinigenden Schweigens, entstanden aus einem Lebensmaterial, das in Todesnähe brachte.“

Sylvia Kabus, 1952 in Görlitz geboren, studierte Anglistik und Germanistik in Berlin. Sie war Redakteurin einer Kulturzeitschrift und arbeitete als Autorin für die DEFA. Nach 1989 engagierte sich Sylvia Kabus in der Leipziger Bürgerbewegung, war Mitglied des Leipziger Runden Tisches und wirkte 1990 mit an der Auflösung des "Schriftstellerverbandes der DDR“. Ab 1991 baute sie das Literaturbüro Leipzig auf und publizierte insbesondere zu Themen der beiden deutschen Diktaturen. Sylvia Kabus lebt heute als Schriftstellerin in München.

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